25.01.22 | Die Information von Swiss Ice Hockey Federation (SIHF):

Wie letzte Woche angekündigt, haben sich gestern Abend die Covid-19 Task Force der Regio League und die Mitglieder des Nachwuchs- und Amateursport Committee (NAC) getroffen, um über eine allfällige Wiederaufnahme der unterbrochenen Meisterschaften im Nachwuchs-, Frauen- und Amateur-Eishockey zu entscheiden.

Die beiden Gremien haben entschieden, dass die derzeit unterbrochenen Meisterschaften ab dem 28. Januar 2022 wieder aufgenommen werden.

Bedeutet für die 1. Mannschaft des EHCW, dass bis zu den Playoffs noch zwei Auswärtsspiele auf dem Plan stehen:

Runde 21 | Sa, 29.01.22, 17.30 Uhr: Rheintal – EHCW
Runde 22 | Sa, 05.02.22, 17.30 Uhr: Prättigau – EHCW

Vor dem Entscheid wurden verschiedene Faktoren diskutiert und berücksichtigt, darunter zum Beispiel die Resultate der konsultativen Umfrage unter Euch Clubs aber auch die Verfügbarkeit der Schiedsrichter:innen. In allen Ligen ist die grosse Mehrheit der Clubs mit einer Wiederaufnahme des Meisterschaftsbetriebs einverstanden. Zudem haben auch andere Sportverbände, welche ihren Sport in Innenbereichen ausüben, entschieden den unterbrochenen Spielbetrieb in Nachwuchs- und Amateurligen wieder aufzunehmen.

Neben dem Unterbruch mehrerer Meisterschaften hatte sich die Covid-19 Task Force am 19. Dezember 2021 auch entschieden, die unterbrochenen Meisterschaften komplett abzusagen, sollten sich die damals gültigen Massnahmen des Bundes über den 10. Februar 2022 hinaus verlängern oder verschärfen. Die Situation hat sich mittlerweile aber entscheidend verändert. Viele Spieler:innen haben sich in den letzten vier Wochen entweder mit der Omikron-Variante angesteckt und sind mittlerweile genesen oder haben sich impfen lassen. Somit ist es bedeutend mehr Clubs möglich Spiele und Trainings unter 2G+-Regelung (in Eisbahnen) durchzuführen. Auch wurde im Vergleich zu den Massnahmen, welche am 19. Dezember in Kraft traten, die Isolations- und Quarantänedauer anfangs Januar auf fünf Tage verkürzt.

Der Bundesrat hat am 19. Januar 2022 provisorisch entschieden, die anderen Massnahmen bis Ende März zu verlängern. Der Bundesrat überprüft laufend, ob die Entwicklung der Pandemie eine frühere Lockerung der Massnahmen zulässt. Wir können Stand heute nicht ausschliessen, dass weitere für uns relevante Massnahmen in den kommenden Wochen gelockert werden. All diese Gründe haben die Covid-19 Task Force der Regio League und das NAC dazu bewegt, den Meisterschaftsbetrieb wieder aufzunehmen.

Wie geht es nun weiter?
In fast allen Ligen stehen wir kurz vor den entscheidenden Phasen, welche für die Auf- und Abstiege relevant sind. Die SIHF hat anfangs Saison für alle Ligen Eventualitätspläne definiert mit dem Hauptziel in jeder Spielphase Verschiebungen aufgrund von Covid-19 Fällen zu erlauben.

Diese Eventualitätspläne wurden am 9. Oktober 2021 vom NAC angenommen und können von den jeweiligen befugten Gremien aktiviert werden.

Einzig in den Playoffs sind Spielverschiebungen nicht möglich und Mannschaften, welche ein Spiel aufgrund von Covid-19 Fällen nicht absolvieren können, verlieren 0:1 forfait, ohne Kostenfolge.

Es besteht aber die Möglichkeit im Rahmen der Eventualitätspläne, die Playoffs durch prädefinierte Aufstiegsrunden zu ersetzen, damit auch in dieser Phase Spielverschiebungen erlaubt wären.

  • Die Clubs der MySports League, 1. Liga und Women’s League haben bereits entschieden, auf diese Eventualität zu verzichten und die Playoffs wie geplant zu spielen.
  • Für die regionalen 2., 3. und 4. Liga Meisterschaften hat das NAC entschieden die Playoffs wie in den oberen Aktivliegen zu spielen – dort wo es Playoffs gibt.
  • Für die U20-Top wird in den kommenden Tagen eine Ligaversammlung durchgeführt, um diesbezüglich eine Entscheidung zu treffen.
  • Bei der U17-Top (Aufstiegsrunde), bei der U20-A (ebenfalls Aufstiegsrunde) und bei der U17-A (keine sportlichen Aufstiege), sind keine Playoffs geplant und sind deshalb Spielverschiebungen erlaubt.

Thematik Schiedsrichter:innen
Swiss Ice Hockey versucht alle durchgeführten Spiele bestmöglich mit qualifizierten Schiedsrichter:innen abzudecken. Es kann aber aufgrund der nach wie vor gültigen Massnahmen vorkommen, dass in einigen Spielen Schiedsrichter:innen, welche nicht über die entsprechende Ligaqualifikation verfügen, eingesetzt werden müssen, um alle Spiele plangemäss durchführen zu können. In gewissen Fällen werden nach Möglichkeit Schiedsrichter:innen auch Doppeleinsätze leisten müssen. Priorität haben in der Einteilung von qualifizierten Schiedsrichter:innen Spiele, welche in Sachen Auf- und Abstiegen oder bezüglich Qualifikation für die nächste Spielphase relevant sind. In Übereinstimmung mit Art. 4 des IIHF Reglement, werden im Notfall in den untersten Ligen Spiele mit nur einem/r Schiedsrichter:in geleitet.

Wir bitten Euch alle in dieser Hinsicht in den nächsten Wochen und Monaten um Verständnis. Auch den Schiedsrichter:innen ist es ein grosses Anliegen, dass wieder im gewohnten Umfang Eishockey gespielt werden kann. Der Extra-Effort, den viele von ihnen leisten werden, soll dementsprechend mit Respekt honoriert werden.

Spezielle Bestimmungen

  • Spielverschiebungen aufgrund von Covid-19 Fällen sind abgesehen von den Playoffs gemäss Spielbetriebsreglement erlaubt.
  • Mannschaften, welche unter den aktuellen Umständen nicht mehr am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen möchten, verlieren ihre restlichen Spiele mit 0:1 forfait, ohne Kostenfolge.
  • Auf- und Abstiege erfolgen gemäss Spielbetriebsreglement Ende Saison, unabhängig davon ob eine Mannschaft die Meisterschaft zu Ende gespielt hat oder nicht.
  • Die Rahmenschutzkonzepte (Version 1.5) bleiben aktuell unverändert.

Wir sind uns bewusst, dass viele von Euch über diesen Entscheid glücklich sein werden, andere wiederum nicht. Der Entscheid fällt im Sinne des Sports und der Zukunft aller Clubs und Spieler:innen, für die eine Weiterführung der Meisterschaften sehr wichtig ist. Dies haben die zahlreichen Feedbacks von Eurer Seite klar gezeigt.

Wir möchten Euch aber klar darauf hinweisen, dass die Covid-19 Pandemie noch nicht zu Ende ist. Der Entscheid ist kein Signal, jetzt die Sicherheitsvorkehrungen zu lockern oder die Massnahmen des Bundes nicht mehr so genau zu nehmen. Im Gegenteil. Durch diesen Entscheid, werden umso mehr Augen auch auf das Frauen-, Nachwuchs- und Amateur-Eishockey gerichtet sein. Jedes einzelne Mitglied der Eishockey-Familie ist verantwortlich, dass es keinen Anlass gibt, wieder schärfere Massnahmen zu ergreifen.

Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir Euch gerne zur Verfügung.

Wir hoffen, dass Ihr alle weiterhin gesund bleibt und freuen uns, dass in ein paar Tagen wieder in allen Ligen der Regio League Eishockey gespielt werden kann. Wir wünschen allen viel Spass und Erfolg bei den kommenden Spielen!

Sportliche Grüsse!
Swiss Ice Hockey Federation (SIHF)